
Reduktion von Emissionen
Der Klimawandel verändert Märkte, Gesellschaft und Wirtschaft – und stellt auch die Elektronikbranche vor große Aufgaben. Wir begegnen dieser Realität aktiv und richten Strategie und Geschäftsmodell konsequent darauf aus. Denn langfristiger Erfolg bedeutet für uns, klimabezogene Chancen zu nutzen und Risiken frühzeitig zu steuern.
Dabei haben wir die gesamte Wertschöpfungskette im Blick: von der Beschaffung über Verkauf und Nutzung der Produkte bis hin zu ihrer Entsorgung. Emissionen entstehen bereits in den vorgelagerten Lieferketten – etwa bei der Rohstoffgewinnung, in energieintensiven Produktionsprozessen oder durch chemische Verfahren. Auch unser eigener Geschäftsbetrieb trägt zum CO2-Fußabdruck bei: durch Fahrzeugflotten sowie den Energieeinsatz in Märkten, Lagern und Büros. Den größten Einfluss auf das Klima haben jedoch die Produkte selbst: Der Stromverbrauch der verkauften Geräte verursacht über ihre gesamte Lebensdauer hinweg erhebliche Emissionen.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Wir adressieren die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von Klimaschutzanforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – sowohl in den vor- und nachgelagerten Bereichen als auch in unserer eigenen Geschäftstätigkeit. Dabei nutzen wir unsere Marktposition, um Klimaschutz aktiv voranzutreiben und messbare Fortschritte zu erzielen.
Dafür analysieren und optimieren wir kontinuierlich unsere operativen Prozesse, um Emissionen im eigenen Geschäft gezielt zu reduzieren. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen – von der Produktion über die Nutzung bis hin zum Recycling der Produkte.
Unser Ziel ist es, die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen bis 2032/33 schrittweise zu senken. Unsere wissenschaftsbasierten Klimaziele zur Begrenzung der globalen Erwärmung orientieren sich am Pariser Klimaabkommen und sind von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert.
Kennzahlen und Ziele
Wir wollen einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten und richten unsere Transformation konsequent an wissenschaftsbasierten Klimazielen aus. Entlang der Wertschöpfungskette haben wir dafür ein differenziertes Zielsystem zur Reduktion unserer Treibhausgasemissionen definiert. Die Ziele decken alle wesentlichen Emissionskategorien gemäß dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol ab und entsprechen den Anforderungen der Science Based Targets initiative (SBTi). Während unsere Ziele für Scope 1 und 2 einem 1,5-Grad-kompatiblen Klimapfad folgen, orientieren sich die Zielsetzungen für Scope 3 an einem „well below 2 °C“-Pfad. Die konsequente Umsetzung dieser Ziele ist ein zentraler Bestandteil unserer Transformationsstrategie.
- Wir verpflichtet uns bis zum Geschäftsjahr 2032/33 zu einer absoluten Emissionsreduktion in Scope 1 und Scope 2 von 58,8 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2018/19.
- Wir verpflichtet uns, unsere THG-Emissionen für die relevante Scope-3.1-Kategorie (Eingekaufte Güter und Services) seiner Eigenmarkenprodukte bis zum Geschäftsjahr 2032/33 um 32,5 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2021/22 zu reduzieren.
- Wir verpflichtet uns, unsere THG-Emissionen für die relevante Scope-3.11-Kategorie (Nutzungsphase der verkauften Produkte) unserer Eigenmarken- und Fremdmarkenprodukte bis zum Geschäftsjahr 2032/33 um 32,5 Prozent zu reduzieren im Vergleich zum Basisjahr 2021/22.
- Wir verpflichtet uns, unsere THG-Emissionen für die relevante Scope-3.4-Kategorie unserer Transport- und Vertriebsaktivitäten bis zum Geschäftsjahr 2032/33 um 32,5 Prozent zu reduzieren im Vergleich zum Basisjahr 2021/22.
- Wir verpflichtet uns, dass bis zum Geschäftsjahr 2027/28 74 Prozent der Einzelhandelslieferanten – gemessen an ihren Emissionen im Scope 3.1 (Eingekaufte Waren und Dienstleistungen) – über eigene wissenschaftsbasierte Klimaziele verfügen.
Maßnahmen
Um unsere Treibhausgasemissionen wirksam zu senken, setzen wir auf zentrale Dekarbonisierungshebel, die an unterschiedlichen Emissionsquellen ansetzen. Die Maßnahmen sind fest in unserer Strategie verankert und werden im Einklang mit unseren Klimazielen bis zum Geschäftsjahr 2032/33 schrittweise umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Scope 1 und 2
In unseren eigenen Geschäftsaktivitäten (Scope 1 und 2) setzen wir vor allem auf den Einkauf von Grünstrom, die flächendeckende Umrüstung auf LED-Beleuchtung sowie den Ausbau der Elektromobilität in unserer Flotte. Ergänzend tragen ein effizientes Energiemanagementsystem und die kontinuierliche Modernisierung unserer Märkte dazu bei, den Energieverbrauch an den Standorten – in unserer Rolle als Mieter – nachhaltig zu senken.
Eine zentrale Grundlage ist die umfassende Datenerhebung mithilfe von Energiezählern sowie Sensoren für Temperatur und Luftqualität. Der Stromverbrauch wird kontinuierlich gemessen und ausgewertet, sodass wir bei Abweichungen schnell und gezielt reagieren können. Weitere Hebel sind die Gebäudeautomatisierung, die Optimierung der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik sowie standortspezifische Maßnahmen – etwa die zeitliche Steuerung von Außenwerbung in den Abend- und Nachtstunden oder die bedarfsgerechte Reduzierung der Beleuchtung auf den Verkaufsflächen. Parallel treiben wir die konzernweite Umstellung auf erneuerbare Energien konsequent voran: 100 Prozent des direkt von Energieversorgern bezogenen Stroms für Märkte und Hauptsitze stammen bereits aus alternativen Energiequellen.
Auch am zentralen Distributionszentrum von MediaMarktSaturn in Deutschland nutzen wir erneuerbare Energie. Über ein Pachtmodell stehen uns 7,5 Prozent der Leistung einer vermieterseitig installierten Photovoltaikanlage zur Verfügung. Die Anlage erzeugte im Geschäftsjahr 2024/25 rund 416 MWh Strom aus erneuerbaren Quellen. Davon haben wir 353 MWh direkt vor Ort verbraucht, während der verbleibende Anteil in das öffentliche Stromnetz eingespeist wurde.

Scope 3
Scope-3-Emissionen machen den größten Teil unserer unternehmensbezogenen Emissionen aus. Sie entstehen sowohl in der vorgelagerten Wertschöpfungskette – insbesondere bei der Herstellung eingekaufter Waren und Dienstleistungen (Scope 3.1) und im vorgelagerten Transport (Scope 3.4) – als auch in der nachgelagert, vor allem bei der Nutzung der von uns verkauften Produkte (Scope 3.11). Die Nutzungsphase verursacht derzeit (Stand Geschäftsjahr 2024/25) rund 60 Prozent unserer Gesamtemissionen. Die Reduktion der Scope-3.11-Emissionen ist damit unser wichtigster Hebel für wirksamen Klimaschutz und steht im Mittelpunkt unserer Dekarbonisierungsstrategie.

Scope 3.1
Bei den Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen setzen wir auf die enge Einbindung und Sensibilisierung unserer Lieferanten. Ziel ist es, CO2-Emissionen bereits in der Produktionsphase der eingekauften Waren gezielt zu reduzieren. Für Eigenmarkenprodukte haben wir dafür einen kontinuierlichen Prozess zur Bewertung und Optimierung von Produkteigenschaften und Materialströmen etabliert. Bereits im Geschäftsjahr 2023/24 wurden erste produktspezifische CO2-Fußabdrücke berechnet.
Parallel dazu treiben wir die Optimierung von Verpackungen konsequent voran. Dazu zählen Materialien aus nachhaltigeren Rohstoffen – etwa Packband, das gemeinsam mit dem Karton entsorgt werden kann –, die Reduzierung von Verpackungsmengen sowie der Versand ausgewählter Produkte in der Originalverpackung ohne zusätzliche Umverpackung. In Spanien und den Niederlanden ergänzen maßgeschneiderte Fit-to-Size-Verpackungsmaschinen diese Maßnahmen. Sie ermöglichen passgenaue Versandverpackungen und reduzieren sowohl den Materialbedarf für Kartonagen als auch den Einsatz von Füllmaterial deutlich. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Ressourceneffizienz und zur Senkung produktbezogener Emissionen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette.

Scope 3.4
Im Bereich der logistikbezogenen Emissionen treiben wir seit dem Geschäftsjahr 2021/22 einen umfassenden Transformationsprozess voran. Die Logistik wird schrittweise von getrennten E-Commerce- und Retail-Strukturen zu einem integrierten, zentral gesteuerten Omnichannel-Netzwerk weiterentwickelt. Das ermöglicht eine gebündelte Beschaffung und die Steuerung der Warenströme über zentrale Distributionszentren in die Märkte. Durch die zunehmende Zentralisierung lassen sich Transportwege verkürzen, Bestände kanalübergreifend transparenter steuern und CO2-Emissionen senken. In Deutschland und den Niederlanden ist diese Transformation bereits umgesetzt.
Ergänzend zu den zentralen Distributionszentren haben wir in den vergangenen Geschäftsjahren regionale Hubs in Deutschland, Spanien und der Türkei aufgebaut, die insbesondere großvolumige Produkte für nahegelegene Märkte bündeln. Durch optimierte Routenplanung können Transportemissionen weiter reduziert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die klimafreundlichere Auslieferung an unsere Kunden. Unser Ziel, bis zum Geschäftsjahr 2025/26 klimaneutrale Lieferoptionen in mehr als 80 Städten anzubieten, wurde bereits 2024 mit über 100 Städten vorzeitig erreicht. Aktuell bauen wir die Abdeckung innerhalb der Städte weiter aus. Emissionsfreie Auslieferungen auf der „letzten Meile“ sind bereits in Spanien, der Schweiz, den Niederlanden, Österreich und Deutschland möglich. Zudem arbeiten wir mit Logistikdienstleistern zusammen, die Emissionen reduzieren und ihre Flotten elektrifizieren. Auch Konzepte wie „Ship-from-Store“ und „Pick-up“ zeigen zusätzliches Potenzial zur Senkung von CO2-Emissionen.

Scope 3.11
Um den Energieverbrauch in der Nutzungsphase zu senken und unseren Kunden eine bewusste Wahl zu ermöglichen, erweitern wir unser Sortiment gezielt um besonders energieeffiziente Produkte. Parallel arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen, um die Entwicklung energieeffizienterer Produkte voranzutreiben und Herstellungsprozesse weiter zu optimieren.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einbindung von Mitarbeitenden und Kunden. Wir stärken gezielt das Wissen unserer Kolleginnen und Kollegen zu Energieeffizienzklassen und nachhaltigen Produktmerkmalen, um eine fundierte Beratung in den Märkten sicherzustellen. Programme wie die in Deutschland, Österreich, Ungarn und Italien eingeführten Nachhaltigkeitsbotschafter fördern den Verkauf energieeffizienterer Produkte und unterstützen Kunden bei verantwortungsbewussten Kaufentscheidungen. Ergänzend informieren wir im Onlineshop und in den Märkten über energieeffiziente Alternativen und sensibilisieren so für nachhaltigere Konsumentscheidungen. Kunden in Deutschland, Spanien, Belgien, Italien und den Niederlanden können in unseren Märkten und online zudem Grünstromverträge mit externen Partnern abschließen, so dass bei der Nutzung von Consumer Electronics keine Emissionen entstehen.
Kreislaufwirtschaft
Wir richten unser Geschäftsmodell zunehmend an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft aus. Ziel ist es, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abfälle zu vermeiden und Produkte länger im Wirtschaftskreislauf zu halten. Der Wandel hin zu mehr Zirkularität und einem stärkeren Servicefokus prägt unsere strategische Ausrichtung und markiert den Übergang vom klassischen Handelsmodell zu einem lösungsorientierten Geschäftsmodell. Mit unserem BetterWay-Programm schaffen wir die Grundlage für langfristige Wettbewerbsfähigkeit und leisten zugleich einen messbaren Beitrag zu ökologischen und gesellschaftlichen Zielen.
Ein zentraler Baustein unseres BetterWay-Programms sind die Services. Reparaturen, Trade-in-Angebote und Refurbishment verlängern die Lebensdauer von Produkten, führen Materialien in den Kreislauf zurück und reduzieren den Bedarf an neuen Rohstoffen. Ergänzend bieten wir Grünstromverträge an, die einen nachhaltigeren Energieverbrauch unterstützen. So senken wir den ökologischen Fußabdruck und fördern nachhaltigere Konsummuster. Gleichzeitig bleiben Herausforderungen: Noch sind nicht alle Produkte und Verpackungen konsequent auf Reparierbarkeit, Langlebigkeit und Recyclingfähigkeit ausgelegt. Deshalb arbeiten wir daran, Ökodesign-Prinzipien systematischer in der Produktentwicklung zu verankern. Mit unserem BetterWay-Sortiment setzen wir bereits gezielte Akzente – etwa durch besonders energieeffiziente Haushaltsgroßgeräte oder Produkte mit recycelten Kunststoffanteilen, die Ressourcenverbrauch und CO2-Emissionen senken.
Der Fokus auf Zirkularität eröffnet zugleich wirtschaftliche Chancen. Die steigende Nachfrage nach nachhaltigeren Produkten und Services stärkt die Kundenbindung und schafft zusätzliche Umsatzpotenziale. Gleichzeitig bleiben Abfälle – etwa aus Verpackungen, Altgeräten oder Batterien – eine zentrale Aufgabe, sowohl in den eigenen Prozessen als auch entlang der Wertschöpfungskette. Eine konsequente Orientierung an der europäischen Abfallhierarchie ist entscheidend, um Ressourcenverluste und Umweltbelastungen zu vermeiden.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen
Mit mehr als zwei Milliarden Kundenkontakten pro Jahr haben wir einen starken Hebel, um Kaufentscheidungen und Nutzungsgewohnheiten in Richtung Nachhaltigkeit zu unterstützen. Im Fokus steht die Verlängerung der Lebensdauer von Elektronikprodukten – um Ressourcen zu schonen und Elektroschrott zu reduzieren.
Unser BetterWay-Programm bündelt Produkte und Services, die Materialien länger im Kreislauf halten und Umweltwirkungen in der Nutzungsphase senken. Dazu gehören Geräte mit höherer Energie- oder Wassereffizienz und besserer Reparierbarkeit und Produkte mit recycelten Materialien – ebenso wie professionell aufbereitete Geräte. Ergänzend bieten wir Services wie Trade-in, Reparaturen sowie die gesetzliche Rücknahme von Altgeräten an, die zur Verlängerung der Produktlebensdauer oder zur Wiederverwendung von Ressourcen beitragen. Grünstromverträge unterstützen einen nachhaltigeren Energieverbrauch im Alltag. Das wachsende BetterWay-Portfolio adressiert die steigende Nachfrage nach nachhaltigen und bezahlbaren Lösungen und stärkt das Vertrauen und die Kundenbindung.
Gleichzeitig bleibt der Umgang mit Altgeräten, Batterien und Verpackungen ein zentrales Risiko, da unsachgemäße Behandlung zu Ressourcenverlusten und Umweltbelastungen führt. Um dem entgegenzuwirken, konzentrieren wir uns auf die größten Hebel – in eigenen Betriebsstätten ebenso wie in nachgelagerten Prozessen wie der Rücknahme am Ende der Nutzungsdauer. Grundlage ist eine Abfallstrategie entlang der europäischen Abfallhierarchie: Vermeidung hat Vorrang, gefolgt von Wiederverwendung und Recycling. Dazu optimieren wir Verpackungen, fördern reparaturfreundliche Produktdesigns und bauen die Rücknahmesysteme für Altgeräte und Batterien kontinuierlich aus. Gleichzeitig informieren wir unsere Kunden gezielt über Rückgabe- und Recyclingmöglichkeiten und gestalten deren Nutzung möglichst einfach.
Kennzahlen und Ziele
Wir haben im Bereich Kreislaufwirtschaft folgende Zielsetzungen definiert:
- Anzahl Produkte in unserem BetterWay-Sortiment: 6.450 im GJ 2024/25
- Verkaufsanteil von Produkten in unserem BetterWay-Sortiment: 20 % im GJ 2024/25
- Anzahl verkaufter Refurbished-Produkte: 500.000 bis GJ 2026/27: 500.000
- Verkaufsanteil verkaufter Refurbished-Produkte: 15,6 % bis GJ 2026/27: 500.000
- Anzahl angekaufter Produkte (Trade-in): 650.000 bis GJ 2025/26
- Anteil angekaufter Produkte, die aufbereitet wurden (Trade-in): 15,6 % bis GJ 2026/27
- Reparaturen: 3,5 Mio. bis GJ 2026/27
Maßnahmen

Nachhaltigere Produkte
Unser BetterWay-Produktportfolio bündelt besonders energieeffiziente Geräte oder ressourcenschonende Artikel. Produkte werden Teil des Portfolios, wenn sie definierte Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen. Dazu zählen anerkannte Typ-1-Ökolabel wie der Blaue Engel, EPEAT oder TCO, die von unabhängigen Stellen vergeben werden. Für Produktgruppen ohne externe Zertifizierung gelten Kriterien, die gemeinsam mit TÜV Rheinland entwickelt und regelmäßig überprüft werden – etwa für Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Geschirrspüler. Grundlage sind das europäische Energielabel sowie zusätzliche produktspezifische Anforderungen. Auch Produkte mit nachweislich recycelten Materialien, etwa bei Zubehör, Wearables oder Smart-Home-Geräten, werden in das Programm aufgenommen.
Das BetterWay-Sortiment entwickeln wir kontinuierlich weiter – durch neue Produktgruppen, ein wachsendes Angebot an Geräten mit zertifiziertem Recyclingkunststoff sowie die Einführung des neuen EU-Energielabels für Trockner, Smartphones und Tablets. Zudem bauen wir die Zusammenarbeit mit Lieferanten aus, die auf zertifizierte Recyclingmaterialien setzen. Gleichzeitig treiben wir bei unseren Eigenmarken die Weiterentwicklung in Richtung Zirkularität konsequent voran. Produkteigenschaften, Produktionsprozesse und Verpackungen werden regelmäßig überprüft und schrittweise optimiert.
Unterstützt wird die Initiative durch das BetterWay-Botschafterprogramm in Deutschland, Österreich, Ungarn und Italien: Geschulte Mitarbeitende informieren in den Märkten über nachhaltigere Kaufentscheidungen und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Nach dem erfolgreichen Roll-out wird eine Ausweitung geprüft, um Nachhaltigkeit stärker im Beratungsalltag zu verankern und Mitarbeitende als glaubwürdige Multiplikatoren zu stärken.

Wiederaufbereitete Produkte
Mit dem Ausbau unseres Refurbished-Angebots nutzen wir gezielt die Chancen der Kreislaufwirtschaft. Gebrauchte Geräte erhalten ein zweites Leben – und Kunden können beim Technikkauf aktiv Ressourcen schonen.
Grundlage unseres wachsenden Refurbished-Sortiments sind die Nutzung von Kundenrückgaben, zusätzliche Marketplace-Partner, Investitionen in Aufbereitungskapazitäten und neue Produktkategorien: Neben Smartphones und Notebooks stehen inzwischen auch Tablets, Haushaltsgroß- und -kleingeräte, Staubsauger, IT-Zubehör sowie Vintage-Games zur Auswahl.
Qualität hat dabei oberste Priorität. Wir bieten ausschließlich Refurbished-Produkte an, die definierte Anforderungen an Optik, Funktionalität und Sicherheit erfüllen. Grundlage ist eine standardisierte Grading-Struktur, die für interne und externe Händler gilt und Zustand sowie Leistungsfähigkeit der Geräte produktspezifisch bewertet.
Die Einbindung von Kundenrückgaben aus dem eigenen Online- und Stationärgeschäft ist ein wichtiger Baustein. Nach Prüfung und Aufbereitung werden funktionsfähige Produkte erneut angeboten. Alle Kundenrückgaben durchlaufen einen standardisierten Prozess – von Funktions- und Sichtprüfung über Aufbereitung oder Reparatur bis zur zertifizierten Datenlöschung. Fehlendes Zubehör wird ergänzt. Erst wenn eine Wiederverwendung technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, erfolgt das Recycling als letzte Option.
Mehr zu unserem Refurbished-Angebot findet ihr hier.

Services zur Verlängerung der Produktlebensdauer
Wir treiben Serviceangebote gezielt voran, die nachhaltigen Konsum im Alltag erleichtern und dazu beitragen, Produkte länger im Kreislauf zu halten. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die die Lebensdauer von Geräten verlängern oder deren Rückführung am Ende der Nutzungsphase ermöglichen.
Mit umfassenden Wartungs- und Reparaturservices unterstützen wir unsere Kunden dabei, die Lebensdauer ihrer Geräte gezielt zu verlängern. Defekte oder wartungsbedürftige Produkte können direkt in den Märkten abgegeben werden – entweder an den SmartBars auf der Verkaufsfläche oder an den After-Sales-Servicepunkten im Eingangsbereich. An den SmartBars stehen speziell geschulte Mitarbeitende für Reparaturen von Smartphones, Tablets und Laptops bereit. Das Angebot umfasst Displayschutz, Kalibrierungen und Software-Services, Ready2Use- und Druckservices sowie Sofortreparaturen und Serviceannahmen – remote oder direkt beim Kunden vor Ort. Das After-Sales-Servicezentrum koordiniert darüber hinaus Reparaturen über zentrale Werkstätten oder externe Fachbetriebe.
Die Leistungen decken Garantie- und Außer-Garantie-Fälle ab. Dank Lieferantenautorisierungen können viele Reparaturen direkt durchgeführt werden; dringende Smartphone-Reparaturen erfolgen unmittelbar in den Märkten. Ziel ist es, Reparaturen einfach, schnell und transparent zu gestalten und so gegenüber weniger nachhaltigen Alternativen zu stärken. Kürzere Durchlaufzeiten, ein Ausbau der Sofortreparaturen sowie neue Formate wie Do-it-yourself-Angebote erhöhen die Flexibilität und fördern die längere Nutzung von Geräten. Automatisierte Statusinformationen und optimierte Versandprozesse schaffen zusätzliche Transparenz. Die hohe strategische Bedeutung zeigt sich auch darin, dass die Kundenzufriedenheit mit Reparaturen Teil des konzernweiten Bonusprogramms ist.
Ergänzend schaffen wir mit unserem Trade-in-Service einen einfachen Anreiz, ungenutzte Geräte in den Kreislauf zurückzuführen. Kunden können ihre gebrauchten Produkte bewerten lassen und erhalten entsprechend dem Gerätewert eine Geschenkkarte. Die Geräte werden anschließend aufbereitet und wiederverwendet oder – wenn erforderlich – fachgerecht recycelt. Akzeptiert werden Smartphones und Mobiltelefone, Tablets, Smartwatches, PCs und Laptops sowie Spielkonsolen.
Mehr zu unserem Ankaufservice findet ihr hier.

Recycling
Abfälle entstehen sowohl in unseren Märkten und Zentralen als auch bei unseren Kunden. Unser Ziel ist es, Abfall konsequent zu reduzieren und verantwortungsvoll zu behandeln. Dafür setzen wir auf klare Strukturen und Prozesse: Abfalltrennung in den Märkten, regelmäßige Schulungen für Mitarbeitende sowie die Zusammenarbeit mit zertifizierten Entsorgungspartnern gewährleisten eine fachgerechte Handhabung. Für unsere Kunden ist die Rückgabe einfach und kostenlos – sowohl für Altgeräte als auch für Verpackungen.
Altgeräte stellen die größte Abfallkategorie dar, da sie das Ende ihrer Nutzungsphase erreichen. Die Rückgabe ist direkt in den Märkten oder bei der Lieferung eines Neugeräts möglich. Anschließend werden die Geräte gesammelt, sortiert und – je nach Zustand – wiederverwendet oder recycelt. Um Elektroschrott zu vermeiden, informieren wir über den verbleibenden Wert gebrauchter Produkte und fördern deren Rückführung über den Ankaufservice.
Der wirksamste Hebel liegt jedoch in der Vermeidung von Abfällen. Deshalb optimieren wir Transportverpackungen im B2B- und B2C-Bereich, sodass nur das notwendige Material eingesetzt wird. Unsere Tochtergesellschaft IMTRON setzt zudem auf ressourcenschonende Produktverpackungen mit reduziertem Material- und Farbeinsatz und vermeidet Abfälle bereits vor der Auslieferung. Darüber hinaus fördern wir Wiederverwendung und geschlossene Kreisläufe. Lieferanten werden angehalten, Retouren, Transportschäden oder Rückläufer vorrangig wiederzuverwenden. In der eigenen Logistik setzen wir Mehrwegverpackungen ein, um Abfall weiter zu reduzieren.
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Sustainability
MediaMarktSaturn
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